zur
Reiki-Geschichte
Ende
des 19. Jahrhunderts begab sich
Mikao
Usui (1865-1926)
ein
japanischer Gelehrter, angeregt durch die intensive persönliche
Auseinandersetzung mit Fragen der Heilung,
auf
die Suche nach einer Heilweise,
die
Körper und Geist zu heilen vermochte.
Nach
einer langjährigen Suche in verschiedenen Teilen der Erde,
dem
Studium christlicher und
buddhistischer
Schriften
und
einer 21-tägigen Fastenzeit auf dem heiligen japanischen Berg
Kurama wurde ihm schließlich das Wissen von Reiki zuteil.
Daraufhin
praktizierte und lehrte er Reiki in ganz Japan und
gilt seitdem als Begründer
des Usui-Systems der Reiki-Heilung.
Nach
seinem Tod führten einige seiner Schüler,
darunter
auch Dr. Hayashi, seine Arbeit fort.
Im
Jahre 1935 machte Hawayo Takata,
eine
junge Frau japanischer Eltern,
die
auf Hawaii lebte, auf ihrer Suche nach Heilung
die
Bekanntschaft von Dr. Hayashi;
ihre
starken körperlichen Beschwerden
wurden
in dessen Reiki-Klinik in Tokyo vollständig geheilt.
Infolge
dieses Erlebnisses bat sie Dr. Hayashi darum,
in
Reiki eingeweiht zu werden und erhielt nach den Einweihungen
in
den 1. und 2. Grad
im
Jahre 1938 schließlich die Einweihung zur Reiki-Meisterin.
Von
da an widmete Hawayo Takata den Rest ihres Lebens
dem
Praktizieren und Lehren von Reiki.
Über
sie kam Reiki in die Vereinigten Staaten,
von
wo aus es sich weiter nach Europa ausbreitete.
Bei
der weltweiten Verbreitung
des Usui-Systems des Reiki
spielte
schließlich Phyllis Furumoto,
die
Enkelin von Hawayo Takata,
eine
entscheidende Rolle.
Sie
wurde von einer Mehrheit der weltweit Reiki-Praktizierenden
als
Führungsperson angesehen.
Als
sie im Jahr 1988 auf der damaligen Konferenz
von "The Reiki
Alliance"
ihre
Gedanken darüber mitteilte,
dass sie nicht die einzige Person sein
könne,
die im "Usui Shiki Ryoho" Meister einweihe,
kam
damit ein Stein ins Rollen,
der bald zu einer Lawine anwachsen
sollte.
Von
diesem Zeitpunkt an begannen zahlreiche Meister,
häufig
in guter Absicht, jedoch ohne ausreichende Erfahrung,
bereits
kurz nach ihrer Meistereinweihung
wiederum
neue Meister einzuweihen.
Dies
führte in den Augen Vieler über die Jahre
zu
einer Verwässerung des Usui-Systems,
was
in der Vergangenheit bereits zu zahlreichen Streitigkeiten
unter
Reiki-Meistern verschiedener Stile geführt hat.
.
So
kam es in der Folge zu zahlreichen Weiterentwicklungen,
zahlreicher weiterer Reiki-Stile
meist
auf der Basis des "Usui Shiki Ryoho"
Was vor allem eins zeigt: Veränderung.
Und
dies nicht nur, was die verschiedenen Formen betrifft,
die
das Usui-System im Laufe der Zeit angenommen hat,
sondern
auch was das Wirken der Hunderttausenden von Reiki-Meistern weltweit
betrifft.
Diese verstehen sich ja in der Mehrzahl als "freie
Meister"
und
fühlen sich damit keiner bestimmten Form
des
Usui-Systems mehr zugehörig.
Alle,
die das Usui-System des Reiki
–
in welcher Form auch immer –
lehren oder praktizieren,
teilen
nach wie vor die Praxis des Handauflegens.
Diese
einfache Praxis hat zum Ziel,
universelle
Lebensenergie an sich selbst
und
andere zu übermitteln.
Die
Fähigkeit hierzu erhält man durch Einweihungen,
die
ein Reiki-Meister an einem vornimmt.
Die
Integrität der individuellen Lehre und Praxis
ist
nach meiner Erfahrung nicht von der Zugehörigkeit
zu
einer bestimmten Form abhängig.
Sie
ergibt sich aus dem energetischen Zusammenspiel
von
spiritueller Linie und eigener spiritueller Ausrichtung.